TSV Holtum (Geest) Tischtennis
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Hansis Albino-Laubfrosch

In der Literatur wurde noch nie Albino Laubfrösche beschrieben. Selbst in Wikipedia ist das so beschrieben (Zitat Wikipedia):
"...Albinotische Exemplare von Hyla arborea wurden nach derzeitigem Kenntnisstand noch nie beschrieben bzw. beobachtet..."
Update: Wikipedia hat diese Seite zur Kenntnis genommen und den Text wie folgt geändert:
...Berichte über albinotische Exemplare von Hyla arborea sind äußerst selten und beziehen sich meist auf Kaulquappen oder auch auf frisch umgewandelte Juvenile. Ein solches, vollkommen gelb gefärbtes Jungtier wurde im Sommer 2007 in Holtum (Geest) im Landkreis Verden dokumentiert.[2]...

Entgegen der allgemeinen Erwartung ist ein Albino-Laubfrosch nicht weiß, sondern gelb. Die gelbe Farbe wird durch das Blut verursacht, das durch die Haut schimmert. Durch diese auffallende Farbe haben die Albinofrösche in der freien Natur natürlich kaum Überlebenschancen. Der Laubfrosch würde ohne Tarnung sofort seinen Feinden zum Opfer fallen. Auch bei der Jagd wäre die auffallende Farbe eher hinderlich.

Von Hansis drei weißen Kaulquappen haben nur zwei die Metamorphose zum Albino-Laubfrosch überstanden. Von den beiden Fröschen hat dann leider auch nur einer überlebt.
Durch den Zeitungsbericht in der VAZ, ist dann wohl ein Liebhaber hellhörig geworden und hat den letzten Frosch einfach geklaut.

Man sollte sich unbedingt den TV-Bericht von "Buten un Binnen" ansehen. Solche Aufnahmen dürfte es für viele Jahre so wohl nicht mehr geben!
Update: Leider hat Radio Bremen den Bericht eingestellt. Der TSV Holtum (Geest) hat das Video zwar vorliegen, darf es aber aus rechtlichen Gründen hier nicht veröffentlichen!

Laubfrosch Albino Kaulquappe
Albino Laubfrosch in der Metamorphose
Albino Laubfrosch
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Das schreibt die Presse:

Albino-Frösche durchgefüttert
Erfolg für Holtumer Naturfreund

Von unserer Mitarbeiterin
Vanessa Koplin

KIRCHLINTELN-HOLTUM.
Dem Holtumer Naturfreund und NABU-Mitglied Hansi Peymann ist offenbar eine kleine Sensation gelungen: Er hat drei äußerst seltene Albino-Laubfrösche von der Kaulquappe bis zu ihrer vierbeinigen Entwicklung durchgebracht. Peymann hatte die weißen Kaulquappen im Laich entdeckt und aus seinem Teich gefischt. Er setzte sie in ein Extrabecken, fütterte sie mit Fischfutter und reinigte täglich das Wasser. Das Resultat: Von drei Kaulquappen überlebten zwei.Ein großer Erfolg, wie ihm der Escheder Laubfrosch-Spezialist Hans-Joachim Clausnitzer bestätigte. "In den letzten 40 Jahren hat zwar immer mal jemand helle Kaulquappen gehabt, kurz nach ihrer Entwicklung sind diese aber bereits verstorben", so der Verfasser von Veröffentlichungen zum Thema Laubfrösche. Clausnitzer gab Peymann den Tipp, seine Frösche mit Fruchtflieger zu ernähren. Das sei zwar viel Arbeit, würde sich aber lohnen.Ohne die Hilfe von Hansi Peymann hätten die Laubfrösche wohl keine Überlebenschance gehabt. "Die Farbe der Albinos ist viel zu auffällig", so Clausnitzer. In der freien Natur wären sie ihren Feinden schutzlos ausgeliefert. Eine Auswilderung sei deshalb nicht möglich.Seit den 80-er Jahren züchtet Hansi Peymann Laubfrösche und setzt sie im Holtumer Moor aus, nachdem hier 1962 das letzte Laubfroschvorkommen nachgewiesen worden war. "Die vielen Pestizide der Bauern haben das Leben für die Laubfrösche im Holtumer Moor unmöglich gemacht", so Peymann. Der Laubfroschbestand im 55 Hektar großen Naturschutzgebiet hat sich mittlerweile dank des Engagements des Holtumer Naturfreundes wieder erholt.

Albino-Laubfrösche in Holtum zu Hause
Sensationeller Fund /Amphibien hätten ohne die Hilfe von Hans Peymann keine Überlebenschance
HOLTUM (GEEST) (wb)

Eine kleine Sensation dürfte es mit Sicherheit sein, vielleicht sogar eine ganz große. Hansi Peymann aus Holtum (Geest) hat zwei Albino-Laubfrösche. Im Frühjahr entdeckte der Naturschützer diese als weiße Kaulquappen im Laich, fischte sie vorsichtig heraus und rettete sie damit vor dem schnellen Tod. Vielleicht die ersten Albino-Laubfrösche überhaupt, die dokumentiert werden können.
Peymann, schon seit seiner Jugend ein Naturfreund und inzwischen langjähriges und engagiertes Mitglied im NABU, hat in dem Naturschutzgebiet Holtumer-Moor eigene Flächen und auch in seinem Garten ein kleines Biotop.
Als Peymann im Frühjahr drei Albinos in einem Laich entdeckte, war ihm sofort klar, dass diese keine Überlebenschance haben. Zu auffällig seien sie schon im Wasser für natürliche Feinde. Er schützte den Laich zunächst mit Gaze, setzte die weißen Kaulquappen dann in ein extra Becken, fütterte sie mit Fischfutter und verfolgte mit Spannung deren Entwicklung. Jeden Tag wechselte er das Wasser, um einer Gefahr durch Bakterien vorzubeugen. Einer überlebte nicht, die anderen beiden haben sich zu süßen kleinen Fröschen entwickelt. Die roten Augen belegen: Es sind Albinos.
Hans-Joachim Clausnitzer aus Eschede, Verfasser von Veröffentlichungen zum Thema Laubfrosch, war höchst erstaunt als er davon erfuhr. „In der Literatur findet sich sehr wenig darüber", bestätigte er. „Es hat
mal jemand helle Kaulquappen gehabt, die sind jedoch kurz nach der Entwicklung gestorben."
Er gab Peymann den Tipp, es bei der weiteren Fütterung mit Fruchtfliegen zu versuchen. Bislang hat es gut funktioniert. Die viele Mühe hat sich gelohnt. „Aber Glück ist auch dabei", gibt sich Peymann bescheiden. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass beide Albinos sich auch weiterhin so gut entwickeln.
Die Tiere wieder in die freie Natur zu entlassen, würde den schnellen Tod bedeuten. Dank ihrer Saugnäpfe an Vorder- und Hinterbeinen, sind Laubfrösche echte Kletterkünstler. „Sie Gerne sitzen gern auf Brombeerblättern", erklärt Clausnitzer. Aber auch auf Bäumen, bis in zehn Mptpr Höhe, habe man sie gesichtet. Laubfrösche können die Farbe von grün bis braun wechseln. Nicht so die Albinos und sind damit sofort für ihre natürlichen Feinde erkennbar.
Im 55 Hektar umfassenden Naturschutzgebiet Holtumer Moor hat sich der Laubfrosch wieder angesiedelt. „1962 war das letzte Vorkommen in Holtum", erklärt Peymann. „Die Laubfrösche haben ansonsten zu wenig natürlichen Lebensraum." Inzwischen quakt der Froschlurch, übrigens nur die Männchen und das in einer beachtlichen Lautstärke, auch wieder in Völkersen und Westerwalsede. Die Albinos werden im Hause Peymann verbleiben und dort sicher ein, so weit es möglich ist, artgerechtes Leben führen.

 


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