Damen Fahrrad-Wochenende 2011
-180 km an drei kühlen Tagen-
Unsere diesjährige Fahrradtour ging doch echt ohne Pleiten, Pech und Pannen vonstatten!
Allein die liebe Sonne hätte uns etwas mehr Wärme schicken dürfen; es war nämlich ziemlich frisch - ca. gefühlte 12 Grad -!
Das Orga-Team Heidi und Dorle hatten alles sehr gut vorbereitet und ausgearbeitet:
Am Freitag 10.10 Uhr starteten Heidi, Dorle, Sabine, Anja, Corinna, Andrea und ich ab Bahnhof Verden, um den Zug zum Hauptbahnhof Bremen zu erreichen. Wir waren alle pünktlich, wir konnten die Räder in Ruhe verladen und der Schaffner wartete geduldig, bis alles verstaut war. Bei uns Zug-Erprobten vom letzten Jahr (Chaos-Tour) wich nun die erste Anspannung und der erste Sektkorken durfte knallen. Von dieser Stelle nochmal ein Gruß an die Metro...-Schaffnerin vom letzten Jahr !
In Bremen ging es mit Rad und Gepäck durch die volle Innenstadt an die Schlachte: erstmal was trinken, das hatten wir uns nun wohl doch verdient. Noch schien die Sonne - dann war's damit leider für's ganze Wochenende vorbei.
Heidi führte uns auf den Weserradwanderweg - linke Seite der Weser Richtung Elsfleth - durch Woltmershausen bis Seehausen , dort am Hafen brauchten wir eine kurze Mittagspause, eine Torwand lockte zum Torwandschießen: Dorle, Heidi und ich hatten bei den WM-Mädels gut zugeguckt und trafen je einmal ! Der Neid der anderen war groß – so ist es halt im Leben ! Nach Pommes-rotweiß- ging es weiter nach Lemwerder, durch Warfleth. Kurz nach der Fähre Farge, bogen wir links Richtung Huntebrück ab. Im
Cafe in Dreisielen gönnten wir uns Diätsahne mit etwas selbstgebackenem Kuchen – superlecker -! Die Gastwirtin klärte uns über den mit Wasser gefüllten Plastikbeutel über der Terrassentür auf; angeblich ein Fliegenvernichtungsbeutel; die Sonnenstrahlen brechen sich im Wasser und verscheuchen die Fliegen – wer dran glaubt, mag es ausprobieren und sich eine Hängevorrichtung unter die Terrassendecke über dem Türeingang basteln ! Soll angeblich im Süden total in und erfolgreich sein!
Dann ging es nach Huntebrück auf den Hunteradwanderweg Richtung Oldenburg und ich musste mal wieder etwas über die herannahenden dunklen Wolken gesagt haben: prompt begann es zu regnen ! Erprobte Radwanderer sind aber gut ausgerüstet; Regenjacken raus und weiter ging’s! Das Ganze hatten wir dann so ungefähr 4-5 Mal; es waren aber nur kurze Schauer, die wir zum Teil in Häusereingängen, in Bushaltestellen usw. abwarteten .
In der Radfahrerstadt Oldenburg angekommen war das Best Western Hotel Heide mit Pool unser Ziel für 2 Nächte: Zimmeraufteilung und schnell „Frischmachen und Anhübschen“ auf zum „Zeus“ etwas Ouzo, Ramazotti, Sambuca u. a. vernichten – serviert von Kellnerin Felice, die mit Bienchen Ouzo um die Wette trank; nebenbei gab es auch total leckeres Essen! Das Lokal können wir alle nur wärmstens empfehlen; Gruß an die hübsche umsatzorientierte Felice ! Später ließen wir den Abend noch an der Hotelbar ausklingen – „O-Ton“ einer Mitradlerin : „Ich trink’ noch nen Rama, den hatte ich heute schon“ – Prost, Wohlbekomms und - Gute Nacht!
2. Tag
Am zweiten Tag nach einem Klasse Best Western Frühstück standen wir zwar pünktlich - aber leider nicht ganz vollzählig um 9.30 Uhr mit unsern Fahrrädern vor dem Hotel bereit, froh, das Gepäck im Hotel verstaut zu wissen; war für uns Premiere: 2 Nächte im gleichen Bett! Fand bei uns aber total Zustimmung; wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten und nicht drauf aus, ständig Bettenwechsel zu vollziehen !
Zurück zur Route: sie führte uns durch Oldenburg, Richtung Bad Zwischenahn - Tour spezial durch die Baumschulen – so viele Buchsbaumvarianten habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen, geschnörkelt und gewickelt in alle Richtungen! Bonsaybäumchen beschnitten, da könnte ein Promi-Coiffeur dran gewesen sein; echt sehenswert!
1.Halt am Zwischenahner Mehr im Strandcafe, zum Teil in Wolldecken gehüllt, zwischen Feuersäulen erwärmten wir mit Cappucino unsere erkalteten Glieder - Rundtour um den See mit Halt bei der Konfirmandengruppe: 6 junge hübsche schwarz-weiß gekleidete Mädels mit High-Heels und einem Bollerwagen, so was sieht man auch nicht alle Tage: Es waren in echt ganz frische Zahnarzthelferinnen, die ihre Freisprechung feierten! Wir bekamen natürlich Schampus ab, weil wir ollen Omis freundlich gratulierten!
Die andere Seite des Sees heißt Dreibergen, dort war es sehr schön und etwas für Naturliebhaber!
Alle hatten nun Schmacht auf Zwischenahner Fischbrötchen ; es soll doch tatsächlich eine von uns gleich zwei verdrückt haben; die Dame kann nicht schnell trinken, jedoch schnell essen! – so gut waren sie!
Zurück sind wir die bekannte Woldlinie nach Oldenburg gefahren mit Halt am Woldsee. A., die an diesem Tag nach dem gemeinsamen Frühstück ihre „Auszeit“ genommen hatte, vermisste uns und wir machten uns dann auf den Heimweg zum Hotel, passte vorzüglich, denn wir kamen rechtzeitig um 17.00 Uhr zur Monaco-Vermählung an und konnten Alberts Blinzelei und Charlenes Tränen so noch live mitbekommen!
Selbst Anja blieb keine Wahl; sie musste mit Hochzeit gucken und wurde von Corinna und mir adelmäßig aufgeklärt ! Nun ist auch sie adeltauglich!
Andrea war wieder fit und ausgeruht und die „Blumen-Andrea“ besuchte uns – wie schon im Jahr zuvor -, damit Bienchen nicht allein schlafen muss und „Blumen-Andrea“ auch mal was in der Großstadt erlebt!
Abends ging es dann zu Fuß in die Stadt zum Mexikaner „Rondel“ im Stautorkreisel; ich vermutete draußen entsetzt irgendwann Starkregen; es war jedoch nur ein Springbrunnen … (frau vom Dorf kennt sich halt nicht aus – in einer Großstadt schon gar nicht -!). Danach ging es in die Wallstraße (Kneipenstr. von Oldenburg, wo es den guten Underbär (O-Ton Bedienung) (für Dorle) und den Hammer-Caipi (für alle anderen) gab. Es war jedoch ziemlich kalt und zugig , so dass wir einen Klitschkoabend im Familienzimmer mit Knabbersachen und Schampus vorzogen!
In mein Nachtgebet schloss ich ein großes Dankeschön für einen trockenen Tag ein!
3. Tag
Am dritten Tag klingelte etwas zeitiger der Wecker; Frühstück um 8.00 Uhr; 9.00 Uhr Abmarsch zur letzten Etappe:
„Blumen-Andrea“ schlief noch friedlich; wir radelten derweilen von Oldenburg durch Hundsmühlen auf den Hunteradwanderweg durch Wardenburg, Sandkrug und Sandhatten , Ostrittrum und Dötlingen. Spontan änderten wir die Tour wegen eines tollen Gartenhofcafés in Iserloy, Ausflüglern zu empfehlen; wir wissen jetzt auch, wie man „Swin-Golf“ spielt! Daher sind wir nicht bis nach Wildeshausen geradelt, sollten wir aber noch mal tun, es soll der schönste Teil der Landschaft sein. Sonntag war echt der kälteste Tag, aber wichtiger ist, dass es trocken blieb; in der Heimat soll es ja bekanntlich „Bindfäden“ geregnet haben!
In Brettorf bestiegen wir den Zug; es gelang uns doch auch tatsächlich in Bremen in Rekordzeit -13 Minuten Aufenthalt- mit Rädern und Gepäck von Gleis 2 nach Gleis 5 zu wechseln; die Nervosität war uns allen anzumerken; aber wir haben es mit genauer Absprache , wer was zu tun hat, ob Räder tragen, Gepäck bewachen; Gepäck schleppen; Abzählen, ob alle da sind, geschafft, hatten sogar noch Luft!
Corinna hatte zur Belohnung und zum Abschied noch eine Flasche Sekt mitgeschleppt!
Heidi:
Tja, war schön und hat mit euch Spass gemacht, wenn ihr auch immer wissen wolltet, wie die kleinen Kinder : Heidi wo fahren wir den morgen hin….?“
An dieser Stelle: Vielen Dank an Heidi, die uns ihre Heimatstadt nett dargebracht hat; Oldenburg ist eine Reise wert und wiederholungswürdig; bei Sonnenschein sicherlich noch einmal wiederholungsreif!
Gute Besserung an Heike W., die kurzfristig diese Tour absagen musste! Es wird schon wieder werden !
Diesen Aufsatz schrieb – mit Stichpunktunterstützung durch Heidi -
-Ulli-
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